Blogparade – Mein erstes Barcamp

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Neues ausprobieren: Barcamp und Blogparade

Einige Jahre ist es her, da bin ich zum ersten Mal auf ein Barcamp gestoßen. Es fand am Heimatort in Saarbrücken statt, hatte einen IT-Bezug. Weil die Saarländer einen engen Bezug zum namensgebenden Fluss haben, nannte es sich SaarCamp.Es war allerdings zunächst nur ein Zeitungsbericht, das Barcampwochenende war gerade vorbei. Die Gelegenheit zum Besuch eines Barcamps in der Region ließ nicht lange auf sich warten, ich fuhr zum Barcamp Rhein-Main.

Blogs, Software, die bei deren Erstellung hilfreich ist, waren schon länger bekannt. Und über kurz oder lang lernt man das Thema Blogparade kennen. Als es dann eine Verbindung zwischen beiden kam, war der Zeitpunkt gekommen, an einer solchen Parade teilzunehmen. Es folgt der wortgenaue Text, den ich dazu einreichte. Mangels eigenem Blog und knapper Zeit gab es eine Veröffentlichung im Mini-Blog bei blogger.com. Weitere Beiträge sind auf der – mittlerweile migrierten – Seite von Stefan nachzulesen.

Aufgabenstellung und Originalbeitrag

Es ist überhaupt eine gute Idee von Stefan Evertz, diese beiden Themen zusammenzubringen: Blogs und Barcamps. In beiden manifestiert sich derzeit etwas, was Zukunft und Graswurzelbewegung ausmacht. Vor einigen Wochen hat er diese Blogparade ins Leben gerufen. Und dabei eine überwältigende Resonanz erfahren.

Wie kam ich zu meinem ersten Barcamp?

Zunächst einmal war es einfach Pech, dass ich nicht beim zweiten saarcamp in Saarbrücken im Saarland zugegen sein konnte. Das fand damals in den Räumen der Volkshochschule mit ca. 30 Personen statt. Ein veritabler Start, dem ich gerne beiwohnen wollte, denn die ersten Informationen über dessen Vorgänger klangen vielversprechend. Leider war ich zu dem Termin dann doch an anderer Stelle verplant. Das saarcamp wurde es also nicht.

Wie erfährt man von Barcamps?

Aber die Idee, auf jeden Fall ein Barcamp zu besuchen, war geboren. Zwischenzeitlich lernte ich auch einige Mitglieder der social community im Saarland kennen. Auch so rückte das Thema Barcamp weiter in das Bewußtsein. Denn an den social media teilzuhaben ohne von Barcamps etwas mitzubekommen ist schlicht ein Ding der Unmöglichkeit.

So war denn auch der Hinweis auf das nächste anstehende Barcamp in der Region nicht zu übersehen. Das Barcamp Rhein Main (2011 in Mainz) wurde für den November angekündigt. Wie üblich, sollte es ein Wochenende lang dauern. Erfreulicherweise ließ sich dies verbinden mit einem Besuch von guten Freunden, die dort wohnen.

Ganz unterschiedlich, aber immer in ausreichendem Maße erhält man im Internet Informationen darüber, wie man denn hinkommt, zu so einem Barcamp. In meinem Fall hieß das zunächst einmal die damals übliche Plattform mixxt.de kennenzulernen. Dort meldete man sich ganz allgemein an und konnte dann einer speziellen Gemeinschaft, hier dem betreffendem Barcamp beitreten. Die Organisatoren kommunizierten wichtige Informationen dann über diese Plattform, man erhielt vor allem die Informationen auch als E-Mail. Das geschah in der Folgezeit noch einige Male, doch heute sorgen die Barcamps aus guten Gründen lieber für einen unabhängigen Webauftritt wie auch eine eigene Teilnehmerverwaltung.

Wen traf ich bei diesem Barcamp?

Was damals noch neu war: in der Teilnehmerliste für das #bcrm11, so der damalige Hashtag war kein bekanntes Gesicht zu entdecken. Es gab also Neuland zu entdecken und neue Kontakte zu knüpfen. Schwierig? Ganz und gar nicht. Wer den ersten Schritt getan hat und ein Barcamp besucht, der wird förmlich aufgesogen von dieser Gemeinschaft. Kann man auch darin untergehen? Das könnte schon passieren, insbesondere bei solch großen Barcamps wie dem hier besprochenen. 300 Teilnehmer klingen schon mehr nach Anonymität als nach Überschaubarkeit. Anfängern ist daher durchaus zu den kleineren Barcamps zu raten. Da bleiben die persönlichen Gespräche gewiss nicht aus.

Mittlerweile ist es gar so, dass ich bei teilnehmerstarken Barcamps gar nicht mehr mit allen bekannten Gesichtern richtig ins Gespräch komme. Es gibt sehr viele nette Barcamper 🙂

Wie lief das Barcamp so ab?

Demgegenüber zeichnen sich die großen und etablierten durch eine fast schon professionelle Organisation aus. Man hat Erfahrungen gesammelt, viele alte Hasen geben dem Barcamp Struktur und sorgen für einen verlässlichen Ablauf. Das ist ebenfalls gut für einen positiven ersten Eindruck für einen Barcamp Newby.

Vielfach in den Barcamp Bewertungen lese ich Kommentare über vorzügliches Catering. Gut, diesem von den Sponsoren ermöglichten Punkt gilt es, eine gewisse Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Als Saarländer stamme ich aus einem Land, in dem die Kulinarik großgeschrieben wird, tagtäglich. Das suche ich dann weniger bei den Barcamps.

Viel entscheidender für mich waren jedoch die angebotenen Sessions. Und da blieb mir kein anderes Resumee übrig als zu sagen: erste Qualität. Ob das Miniworkshops, kleine Tutorien oder pure Vorträge waren. Die Sessionhalter waren gut vorbereitet und kompetent. Und gleiches war von den Teilnehmern zu sagen. Dass der Charackter des Barcamps dann auch stets für einen guten Meinungsaustausch und rege Diskussionen sorgte braucht man nicht weiter zu erklären.

Gibt es ein spezielles Barcamp Gefühl?

Was ich in der Folgezeit stets feststellen konnte war auch schon bei diesem ersten Barcamp Besuch zu spüren. Und das ist eine positive Grundstimmung. Man teilt miteinander, man hilft einander. Intuitiv spürt jeder, so sollte die Gesellschaft funktionieren. Trolle, Meckerer, Mäkler, Missgünstige: habe ich nie oder kaum gesehen. Das sorgt letztendlich für das, was manche als den „Barcamp-Flash“, oder in der Folgewoche den „Barcamp-Blues“ bezeichnen. Ein weitertragendes Hochgefühl.

Ein erster Barcamp Besuch hat immer Folgen!

Klar, dass ich auch im Folgejahr das #bcrm12 in Wiesbaden besuchte und nun Tickets für das #bcrm13 in Dieburg habe. Ich weiß von vielen weiteren Barcampbesuchern, dass dies nicht das letzte Barcamp gewesen sein sollte. Eine weitere Folge war auch, dass ich schon für 2012 zu dem Organisationsteam des @saarcamp gestoßen bin. Unweigerlich eine Auswirkung meines ersten Barcampbesuchs.